| Sculpture |
| Concept of Examen: |
| Die Irritation und das Rätselhafte stehen bei meiner BA-Arbeit im Vordergrund. Irritierend ist, dass das verwendete und das empfundene Material nicht übereinstimmen. Die eingefärbten Klein-plastiken wecken den Anschein, als ob sie aus Wachs oder aus gebrannter/glasierter Keramik bestehen würden. Das Rätselhafte sind ihre Formen. Die mystischen Formen rufen Erinnerungen an fantastische Landschaften, Figuren und Objekte hervor. Ich persönlich sehe diese Kleinplastiken als Bestandteile einer Anderswelt. Deshalb auch der Arbeitstitel ‹Mirakel›: das Unterwartete, dem Augen-schein widersprechende Ereignis. Das Wort Mirakel stammt vom lateinischen miraculum ab und heißt so viel wie ‹Wunderding›.
Die Kleinplastiken sind im Zeit rahmen eines halben Jahres entstanden. Im Laufe dieser Zeit haben sich die Formen verändert. Am Anfang waren sie sehr einfach und reduziert, da ich den Gips von der Schwerkraft leiten lies. Damit ich den Gipsauftrag besser steuern konnte, nahm ich Hilfswerk-zeuge zur Hand. Die Formen wurden reicher an Details. Durch das Auftürmen kleiner Gipsmengen oder durch das Herabfließen des flüssigen Gipses entstanden sehr feine und fragil aussehende Ober-flächenstrukturen. Schließlich habe ich die Fläche als neues Gestaltungselement eingesetzt. Die glatte, dünne Fläche wird zur schwebenden Ebene, welche ober- und unterhalb von feinen und massiven Gipselementen umgeben ist. Die Kleinplastiken sind auf einem Sockel mit matt spiegelnder Oberfläche präsentiert. Durch diese Spiegelung erweitert sich die Kleinplastik in den imaginären Raum. |
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